Unsere Rosi freut sich über die Brotsackerl

Der beste Müll ist der, der nicht entsteht.

Das Thema Plastikfasten, Müllsparen, verpackungsfrei einkaufen ist voll in Mode.

Versuche von verschiedenen Läden, unverpackte Lebensmittel anzubieten, sind von Berlin kommend inzwischen auch in München angekommen. Wir finden diese Ansätze super interessant, wenn auch von Händler-Seite aus betrachtet durchaus problematisch, denn ganz ohne Verpackung geht es oft nicht. Großgebinde für Nudeln oder Haferflocken können wir aus Platzgründen nicht lagern und somit besteht die Gefahr der Verunreinigung.

Müllvermeidung und nachhaltiger Umgang mit unseren Ressourcen beschäftigt uns allerdings schon wesentlich länger, als der Boom in den sozialen Medien dieses Themea sozusagen zur  Pflicht für jeden Bioladen macht.

80% aller Tüten eingespart!

Seit vielen Jahren arbeiten wir konsequent daran, Verpackungsmüll einzusparen.
Unser erster Schritt war die konsequente Verbannung aller Plastiktüten – die gibt es schon seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr im Bio G’wölb.
Doch nicht nur Plastik ist ein Umweltproblem. Die Unmengen Verpackungsmaterial – auch die aus Papier –  die wir für unseren täglichen Konsum benötigen strapazieren unsere Ressourcen. Denn auch Papiertüten werden mit hohem Energieaufwand produziert und benötigen, trotz Recycling-Materialien, einen gewissen Anteil an neuen Rohstoffen und Druckfarbe.

Unser nächster logischer Schritt im Kampf gegen den Verpackungsmüll war nun die Reduzierung der Papiertüten. Dazu haben wir uns für den unbequemen – weil unbeliebten –  Weg entschieden. Wir bieten keine kostenlosen Tüten mehr an – auch keine aus Papier. Tüten geben wir zum Selbstkostenpreis weiter – alternativ bieten wir auch Pfandbeutel für Obst und Gemüse an.
Haben wir schon mal erwähnt: Unsere Kunden sind toll!
Denn sie helfen nun täglich mit und bringen die eigenen Beutel und Kisten mit. Wir belohnen jeden „Tüten-freien“ Einkauf mit einem Stempel in die persönliche Baumsparkarte unserer Kunden. Für eine vollständige Baumsparkarte (mit 10 Stempeln) pflanzen wir einen Baum mit der Organisation Plant for the planet (http://www.plant-for-the-planet.org).
Und allen dennoch verärgerten Kunden, die meinen wir wollen nur „Geld scheffeln und jetzt sogar für die Tüten Geld verlangen“ sei gesagt: KEIN Händler schenkt Ihnen eine Tüte. Die Kosten für Verpackungsmaterial bezahlen Sie an anderer Stelle, in einer Form die sie nicht bemerken – in der Regel durch höhere Aufschläge. Da ist es doch ehrlicher die Tüte direkt zu berechnen. Und das Ganze hat einen nicht von der Hand zu weisenden Vorteil für alle Kunden.
Verpackung sparen – Geld sparen.
Die Erfolgsquote ist auch für uns wirklich überraschend. Wir konnten den Verbrauch an Papiertüten um 80% senken!
Und auch für Semmeln und Brote haben wir nun eine Lösung: Der gute alte Brotbeutel kommt ganz frisch daher: aus indischer Bio-Baumwolle, in München mit viel Liebe genäht von Anneliese Bunk und Ihrem Team! naturtasche.de

Wurst-, Käse- und Brotpapier

Nicht ganz so einfach gestaltet sich das Verpackungsparen an der Wurst- und Käsetheke. Unser Versuch mit plastikfreiem Käsepapier ist leider gescheitert. Das alternative Papier, aus Pergamin, konnte dem gewohnten Qualitätsstandard nicht standhalten und wird inzwischen nur von einigen sehr umweltbewußten Kunden wahrgenommen. Auch unser Angebot, eine eigene Dose für Käse und Wust mitzubringen, wird bisher nur vereinzelt angenommen. Aber wir bleiben dran und suchen weiter nach Verbesserungsmöglichkeiten und klären weiter auf.
An der Frischetheke bieten wir seit 2014 keine Feinkostbecher aus PE mehr an. Stattdessen wird unser Pfandsystem für Frischkäse und Oliven intensiv genutzt. Alternativ können Kunden auf Becher, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden, zurückgreifen.

Und auch im Bistro wird gespart:

Anstatt to-go Becher gibt’s bei uns „Sparen mit ‚Coffee to go‘ im eigenen Becher“.
Unser Mittagstisch kommt seit Anfang 2015 komplett ohne Alu und Plastik aus. Wir bieten die Suppen in Pfandgläsern und das Hauptgericht in einer Verpackung aus nachwachsenden Rohstoffen. Aber auch hier fragen wir alle Mitnahme-Kunden nach dem eigenen Topf oder Dose.

Und wie sieht es energetisch aus?

Seit 2008 beziehen wir Öko-Strom. Unsere erste Wahl fiel auf Lichtblick. Seit wir jedoch die Regionalwährung REGIO akzeptieren, kommt unser Strom seit 2014 von den Stadtwerken Rosenheim. Dort hat man sich zum Ziel gesetzt bis 2025 komplett auf erneuerbare Energien umzustellen. Durch die Zahlung mit der REGIO Card werden zudem soziale und kommunale Projekte unterstützt.

 

3 Gedanken zu „Der beste Müll ist der, der nicht entsteht.

  1. Hallo,

    interessante und informative Beiträge hier, super. Habe längere Zeit als stiller Gast nur mitgelesen und mich jetzt mal angemeldet.
    Ich würde mich freuen, wenn ihr bei Gelegenheit auch einmal auf meinem Blog zum Thema Textilreinigung vorbeischauen würdet.

    Alles Liebe

    Herbert

    Ketchupflecken

    1. Hallo Herbert,
      vielen Dank, das freut uns.
      Interessant Dein Blog, auf Rasierschaum wäre ich sicherlich nie gekommen.
      Mal schaun ob wir Dich bei Gelegenheit mal verlinken können. Vielleicht machen wir mal was
      zum Thema Waschmittel etc.
      Liebe Grüße
      Anja

  2. Hallo,

    interessante und informative Beiträge hier, super. Habe längere Zeit als stiller Gast nur mitgelesen und mich jetzt mal angemeldet.
    Ich würde mich freuen, wenn ihr bei Gelegenheit auch einmal auf meinem Blog zum Thema Textilreinigung vorbeischauen würdet.

    Alles Liebe

    Herbert

    Rotweinflecken

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