Heuschrecken auf dem Biofeld

Die Biobranche ist nicht nur für Verbraucher interessant, die sich mit bester Ware versorgen möchten. Ökologisch bewirtschaftete Felder sind Oasen für Kleinstlebewesen im Erdreich.

Auch  für Investoren scheint Bio immer interessanter zu werden.

Aktuell wird der Verkauf von Provamel und der Muttergesellschaft Alpro, die schon seit Jahren zum amerikanischen White Wave-Konzern gehören, entschieden.Auch die niederländische Wessanen Gruppe ist im Visier der Aktionäre. Hierzu gehören so bekannte Marken wie Allos undTartex.
Es ist offenbar unserer Zeit geschuldet, dass auch die Bio-Firmen danach streben immer größer zu werden. Kosten sollen durch höhere Abfüllmengen reduziert werden, neue Märkte erschlossen. Dazu ist Kapital nötig, welches durch Banken oft nicht zur Verfügung gestellt wird. Dann kommen Aktionäre ins Spiel – und es wird diffus.

Wirtschaftlich betrachtet war diese Entwicklung vorhersehbar und ist im herkömmlichen Sinn nachvollziehbar.

Wenn man, wie auch wir, andere Werte – wie nachhaltige Ökologie, Umwelt- und Artenschutz, fairen Handel und Gemeinwohl – im Fokus hat tauchen eine Vielzahl an kritischen Argumenten auf.
Monokulturen sind wirtschaftlich der natürliche Feind ökolgisch gesunder Systeme.
Der Aktienmarkt wird von kurzfristigen wirtschaftlichen Faktoren wie z.B. Gewinnmaximierung bestimmt.
Dies kann aber nur entweder durch Ertragssteigerung (Monokulturen, Saatgutveränderung, Pflanzenschutzmittel, Maschineneinsatz etc.) oder Kostensenkung (Personalkostensenkung, Ablaufoptimierung) ermöglicht werden. Die Pro und Contra Argumentation ließe sich noch wesentlich weiterspinnen.

Wir Händler müssen uns klar positionieren

…und das tun wir entsprechend unserer Werte. Wir werden weiterhin unseren Fokus auf Marken setzen, die sich für Nachhaltigkeit und fairen Handel engagieren. Kleinere Firmen haben so automatisch den Vorzug in unseren Regalen.
Wir wollen die großen, etablierten Firemen weder verteufeln noch unsinnigerweise aus unserem Sortiment streichen. Allerdings wird der aufmerksame Kunde bemerken, dass die Platzierung der ‚Bio Giganten‘ weniger präsent ist – und dafür oft unbekanntere und kleinere Marken ins Blickfeld rutschen.

Wir sind gespannt, wie das  „Spiel“ auf dem weltweiten ‚Biomarkt‘ weitergeht. .

Mehr zum Verkauf von Provamel unter:
http://bio-markt.info/kurzmeldungen/danone-kauft-alpro.html

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