Unsere Rosi freut sich über die Brotsackerl

Der beste Müll ist der, der nicht entsteht.

Das tun wir bereits:

  • Pfandgläser für Frischkäse und Oliven
  • Keine Plastiktüten bei Obst und Gemüse
  • Mitnahme von Wurst, Käse, Kuchen in mitgebrachten Dosen
  • Mitnahme von Brot, Semmeln in mitgebrachten Beuteln
  • Zahlreiche Milchprodukte im Mehrwegglas
  • Nüsse und Nußmischungen, Datteln, Nußmuse im Mehrwegglas
  • Sehr großes Saft-Sortiment im Mehrwegglas
  • Umstellung auf in Papier verpackte Ware
  • Umstellung auf unverpackt-Kosmetik und Pflegeprodukte
  • Verkauf von vielen Plastik-frei Produkten
  • Pfandgläser für to-go Mittagstisch-Suppen
  • Pfandsystem Relevo zur Mitnahme unseres to-go Mittagstisches

Das ist in Planung, Stand 02/2021
* Abfüllstation für Sodasan Wasch- und Reinigungsmittel
* Gewürze im Pfandglas an der Theke
* uns fällt noch mehr ein 🙂

Das Thema Plastikfasten, Müllsparen, verpackungsfrei einkaufen ist voll in Mode.

Versuche von verschiedenen Läden, unverpackte Lebensmittel anzubieten, sind von Berlin kommend inzwischen auch in München angekommen. Wir finden diese Ansätze super interessant, wenn auch von Händler-Seite aus betrachtet durchaus problematisch, denn ganz ohne Verpackung geht es oft nicht. Großgebinde für Nudeln oder Haferflocken können wir aus Platzgründen nicht lagern und somit besteht die Gefahr der Verunreinigung.

Martina Thalmayr: “Müllvermeidung und nachhaltiger Umgang mit unseren Ressourcen beschäftigt uns schon wesentlich länger, als der Boom in den sozialen Medien dieses Themea sozusagen zur  Pflicht für jeden Bioladen macht”.

80% aller Tüten eingespart!

Seit vielen Jahren arbeiten wir konsequent daran, Verpackungsmüll einzusparen.
Unser erster Schritt in 2012 war die konsequente Verbannung aller Plastiktüten aus dem Obst- und Gemüseregal.
Doch nicht nur Plastik ist ein Umweltproblem. Die Unmengen Verpackungsmaterial – auch die aus Papier –  die wir für unseren täglichen Konsum benötigen, strapazieren unsere Ressourcen. Papiertüten werden mit hohem Energieaufwand produziert und benötigen, trotz Recycling-Materialien, einen gewissen Anteil an Frischholz und Druckfarbe.

Unser nächster logischer Schritt im Kampf gegen den Verpackungsmüll war nun die Reduzierung der Papiertüten. Dazu haben wir uns für den unbequemen – weil unbeliebten –  Weg entschieden: Wir bieten keine kostenlosen Tüten mehr an. Papiertüten geben wir zum Selbstkostenpreis weiter – alternativ bieten wir auch Pfandbeutel für Obst und Gemüse an.
Haben wir schon mal erwähnt: Unsere Kunden sind toll!
Denn sie helfen nun täglich mit und bringen die eigenen Beutel und Kisten mit. Wir belohnen jeden „Tüten-freien“ Einkauf mit einem Stempel in die persönliche Verpackungs-SparCard unserer Kunden.
Für eine vollständige Karte (mit 10 Stempeln) pflanzten wir bis Ende 2019 einen Baum mit der Organisation Plant for the planet (http://www.plant-for-the-planet.org).
Und allen dennoch verärgerten Kunden, die meinen wir wollen nur “Geld scheffeln und jetzt sogar für die Tüten Geld verlangen” sei gesagt: KEIN Händler schenkt Ihnen eine Tüte. Die Kosten für Verpackungsmaterial bezahlen Sie an anderer Stelle, in einer Form die sie nicht bemerken – in der Regel durch höhere Aufschläge. Da ist es doch ehrlicher die Tüte direkt zu berechnen. Und das Ganze hat einen nicht von der Hand zu weisenden Vorteil für alle Kunden: Verpackung sparen = Geld sparen.
Die Erfolgsquote war auch für uns wirklich überraschend. Wir konnten den Verbrauch an Papiertüten um 80% senken!

Die Corona Zeit hat alles auf den Kopf gestellt. Plötzlich verwenden Kunden für jedes Einzelgemüse neue Tüten. An der Theke war es zeitweilig nicht möglich, mit mitgebrachten Dosen zu arbeiten. Immerhin konnten wir dort unser Pfandglas-System aufrecht erhalten.
Seit Winter 2020 starteten wir jedoch – unter Einhaltung der bekannten Hygieneregeln – wieder durch mit mitgebrachten Dosen.
Im Frühjahr 2021 geht es auch wieder mit der beliebten Stempelkarte weiter, es gibt den Kaffee dann in Pfandbechern der Firma Relevo. Hierzu ist es nötig, dass Sie sich die Relevo App laden um Ihren Gratis-Kaffee zu genießen. Den Becher bringen Sie bitte innerhalb von 7 Tagen zu uns zurück, damit für Sie keine Kosten entstehen.

Und auch für Semmeln und Brote gilt nach wie vor: Der gute alte Brotbeutel kommt zum Einsatz. Nähen Sie sich doch einfach selbst einen Beutel aus der alten Bluse oder kaufen Sie einen Beutel der Münchnerin Anneliese Bunk und Ihrem Team! naturtasche.de

Wurst-, Käse- und Brotpapier

Nicht ganz so einfach gestaltete sich das Einsparen von Verpackung an der Wurst- und Käsetheke. Unser Versuch mit plastikfreiem Käsepapier ist leider zuerst gescheitert, da der Käse austrocknet. Das alternative Papier, aus Pergamin, konnte dem gewohnten Qualitätsstandard nicht standhalten.
Seit Winter 2020 nutzen wir reines Papier sowie beschichteten Papier zur Auswahl für die Kunden.
An der Frischetheke bieten wir seit 2014 keine Feinkostbecher aus PE mehr an. Stattdessen wird unser Pfandsystem für Frischkäse und Oliven intensiv genutzt. Alternativ können Kunden auf Becher, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden, zurückgreifen.

Und auch beim Mittagstisch und Kaffee wird gespart:

Anstatt to-go Becher gibt’s bei uns “Sparen mit ‘Coffee to go’ im eigenen Becher”.
Unser Mittagstisch kommt seit Anfang 2015 komplett ohne Alu und Plastik aus. Wir bieten die Suppen in Pfandgläsern und das Hauptgericht in einer Verpackung aus nachwachsenden Rohstoffen. Aber auch hier fragen wir alle Mitnahme-Kunden nach dem eigenen Topf oder Dose.
NEU ist seit Sommer 2020 das Mehrweg-Geschirr von Relevo, wie oben beschrieben benötigen Sie dazu die app. Aber das ist ein Kinderspiel.

Und wie sieht es energetisch aus?

Seit 2008 beziehen wir Öko-Strom. Unsere erste Wahl fiel auf Lichtblick. Seit wir jedoch die Regionalwährung REGIO akzeptieren, kommt unser Strom seit 2014 von den Stadtwerken Rosenheim. Dort hat man sich zum Ziel gesetzt bis 2025 komplett auf erneuerbare Energien umzustellen. Durch die Zahlung mit der REGIO Card werden zudem soziale und kommunale Projekte aus der Region Oberland, München oder Chiemgau unterstützt.

 

3 thoughts on “Der beste Müll ist der, der nicht entsteht.

  1. Hallo,

    interessante und informative Beiträge hier, super. Habe längere Zeit als stiller Gast nur mitgelesen und mich jetzt mal angemeldet.
    Ich würde mich freuen, wenn ihr bei Gelegenheit auch einmal auf meinem Blog zum Thema Textilreinigung vorbeischauen würdet.

    Alles Liebe

    Herbert

    Ketchupflecken

    1. Hallo Herbert,
      vielen Dank, das freut uns.
      Interessant Dein Blog, auf Rasierschaum wäre ich sicherlich nie gekommen.
      Mal schaun ob wir Dich bei Gelegenheit mal verlinken können. Vielleicht machen wir mal was
      zum Thema Waschmittel etc.
      Liebe Grüße
      Anja

  2. Hallo,

    interessante und informative Beiträge hier, super. Habe längere Zeit als stiller Gast nur mitgelesen und mich jetzt mal angemeldet.
    Ich würde mich freuen, wenn ihr bei Gelegenheit auch einmal auf meinem Blog zum Thema Textilreinigung vorbeischauen würdet.

    Alles Liebe

    Herbert

    Rotweinflecken

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